Unser Leben spielt sich zum grössten Teil im Kopf ab, wobei wir uns nicht mit konkreten, realen Dingen umgeben, sondern deren Darstellungen in Form von Gedanken, Bildern, Wünschen, Ängsten und Projektionen. Gefangen in diesem beständigen, mentalen Wirbel vergessen wir allzu oft unseren Körper und entfernen uns immer weiter von einem gesunden Körperbewusstsein.


Mit den Yogaübungen können wir dieses Bewusstsein wiedererlangen; wir legen den Grundstein für ein neues Gleichgewicht und verankern es fest in der Wirklichkeit unseres Körpers.


Asana ist die Aufrechterhaltung einer Körperstellung, frei von Wettbewerb und Konflikt, vor allem sich selbst gegenüber. Die konzentrierte Ausübung der Positionen wird von bewusstem Atmen unterstützt; so führt die ruhige Stabilität des Körpers zu einer ruhigen Stabilität des Geistes.


Es handelt sich bei den Asanas aber nicht, wie vielfach angenommen, um schwierige Verrenkungen, sondern vielmehr um die Stärkung des Körpers und Disziplin des Geistes, wobei deren Entspannung genau so viel Bedeutung beigemessen wird.


In den Kursen wird versucht aus dem Reichtum der Jahrtausend alten Yogapraxis eine geeignete Auswahl von Asanas und Pranayama (Atemübungen) anzubieten. Jede Stellung hat ihre besondere Wirkung auf den Übenden. Eine ausgewogene Praxis ermöglicht es uns spezifisch auf jeden Muskel, jedes Organ und die physiologischen Funktionen einzuwirken. Wir entwickeln Kraft, Beweglichkeit und Gleichgewicht in einer umfassenden und harmonischen Art und Weise.

Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Verbesserung der Haltung der Wirbelsäule und auf die Freisetzung des Atems gelegt.


Alle Stellungen, von den einfachsten bis zu den anspruchsvollsten, können nach und nach angegangen und den individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Ein sorgfältiges und kontinuierliches auf sich selbst hören hilft uns unsere Möglichkeiten und Grenzen klarer zu sehen und auf tiefere Ebenen der Selbsterkenntnis vorzudringen und durch diese Neuorientierung lernen wir die Trennung zwischen Körper und Geist, welche den existentiellen Zustand des zeitgenössischen Menschen so dramatisch charakterisiert, zu überwinden.

Das wichtigste Ziel im Yoga ist es eine tiefe, individuelle Transformation zu erwirken - ein Erwachen der innewohnenden Intelligenz, frei von Abhängigkeit und romantischen Überzeugungen, bereit sich den immer rasanter auftauchenden Herausforderungen des 21. Jahrhundert zu stellen.                Ganga White